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Landesverband

Pressemitteilung

Mehr Platz zum Gehen und Begegnen:

VCD begrüßt Neuordnung des Parkens in der Neustadt

Freie Gehwege erleichtern den Alltag und schaffen Raum für ein gutes Miteinander im Quartier. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) begrüßt deshalb die Neuordnung des Parkens in Teilen der Bremer Neustadt und ermutigt die Stadt, diesen Weg weiterzugehen.

In Teilen der Bremer Neustadt wird der Straßenraum derzeit neu geordnet. Wo zuvor parkende Autos den Weg versperrten, entsteht wieder mehr Platz für Menschen, die zu Fuß, mit Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind.
„Die Veränderungen zeigen, wie viel freie Gehwege für den Alltag im Quartier bedeuten. Wir freuen uns, dass die Stadt hier aktiv wird“, erklärt Steffen Breyer, Vorstandsmitglied des VCD. „Damit alle Menschen die Gehwege sicher und selbstständig nutzen können, braucht es ausreichend Platz. Die bisher vorgesehenen freien Breiten von teilweise nur 1,2 oder 1,5 Metern lassen hier noch Verbesserungsbedarf“, verdeutlicht Breyer.

Sicherer und selbstständiger unterwegs
 

Besonders Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen profitieren von besser zugänglichen Gehwegen. Sie sind darauf angewiesen, dass ihre Wege frei bleiben und genügend Platz bieten.
Rückmeldungen aus der Nachbarschaft machen deutlich, wie wichtig die Veränderungen sind: Eltern mit Kinderwagen, Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator und Menschen mit Blindenstock können sich leichter durch das Quartier bewegen. Wo Gehwege zuvor blockiert waren, müssen sie seltener auf die Fahrbahn ausweichen. Auch für Schulkinder werden die Wege zur Schule und zur Bushaltestelle sicherer.

Raum für Nachbarschaft
 

Gehwege sind auch Orte, an denen Menschen einander begegnen, kurz miteinander sprechen oder gemeinsam unterwegs sind. Wenn parkende Autos weniger Raum einnehmen, wird dieses Miteinander leichter.
Anwohnende berichten bereits von mehr nachbarschaftlichen Begegnungen, weniger störendem Rangieren und Parksuchverkehr sowie einem größeren Sicherheitsgefühl. Die Neuordnung bietet damit die Chance, die Lebensqualität im Quartier spürbar zu verbessern.

Chancen für mehr Grün

Wo Flächen frei werden, entstehen außerdem Möglichkeiten für Bäume, Begrünung und kleine Aufenthaltsbereiche. Mehr Grün und Schatten können dazu beitragen, sommerliche Hitze im Quartier zu mindern. Auch Fahrradabstellanlagen und Carsharing-Angebote können auf geeigneten Flächen Platz finden.

Die nächsten Schritte gemeinsam angehen
Damit die Verbesserungen dauerhaft im Alltag ankommen, setzt sich der VCD für folgende Schritte ein:

  • Gehwege zuverlässig frei halten: Regelmäßige Kontrollen helfen, die neue Parkordnung wirksam zu machen und die gewonnenen Wege dauerhaft nutzbar zu halten.
  • Ausreichend Platz schaffen: Bei weiteren Planungen sollten Gehwegbreiten vorgesehen werden, die barrierefreie Wege und Begegnungen ermöglichen.
  • Weitere Stadtteile einbeziehen: Auch andernorts in Bremen wünschen sich Menschen gut zugängliche Gehwege. Die Erfahrungen aus der Neustadt können dafür eine Grundlage bieten.
  • Mobilitätsangebote stärken: Ein guter öffentlicher Nahverkehr sowie sichere Rad- und Fußwege erleichtern es, im Alltag ohne eigenes Auto unterwegs zu sein.

„Die Neuordnung ist ein wichtiger Anfang. Wir ermutigen Politik und Verwaltung, die Erfahrungen der Menschen vor Ort aufzunehmen und die Verbesserungen weiterzuführen. „Unser Ziel sind Straßen, in denen alle gut und sicher unterwegs sein können“ so Breyer.
Der VCD lädt Bürgerinnen und Bürger ein, ihre Erfahrungen und Anregungen einzubringen – im Beirat, beim Ortsamt oder gegenüber den zuständigen Stellen der Stadt. Auch positive Rückmeldungen helfen dabei, sichtbar zu machen, was freie Gehwege im Alltag bewirken.

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